ECHTWALD Listening zum Tag des Baumes

Unsere Bäume im ECHTWALD <label>© Thorsten Arendt, ECHTWALD</label> Magnifier medium

Seit 1952 wird in Deutschland jedes Jahr am 25. April der Tag des Baumes zelebriert. Traditionellerweise werden an diesem Tag Bäume gepflanzt, die symbolisch für den Erhalt und die Sicherung unserer hölzernen Freunde stehen und zugleich unserem eigenen Wohlbefinden dienen sollen.
ECHTWALD liegen Bäume ganz besonders am Herzen. Um den ECHTWALD zu ursprünglichem Wald zurückzuführen, wurden im Februar die ersten Fichten im ECHTWALD gefällt. Zum Tag des Baumes möchten wir gerne bekanntgeben, dass an der Stelle, wo einst die Fichten standen demnächst 50 Schwarzerlen gepflanzt werden sollen.
In einem Gespräch mit unserem Förster Hubert Stehle haben wir spannende Informationen rund um die Fichten-Fäll-Aktion zusammenstellen können. Stehle liefert uns an dieser Stelle nicht nur einige Zahlen, sondern vor allem auch eine Einschätzung für die weitere Entwicklung um das Feuchtbiotop im ECHTWALD.
So wurden bei der Aktion im Februar 28 Fichten gefällt und damit eine Freifläche von rund 1025 m2 geschaffen. Diese Fläche soll in Zukunft nicht weiter bearbeitet, sondern der Natur zur freien Entfaltung überlassen werden. Laut Stehle wird durch den erhöhten Lichteinfall nach der Fichten-Fäll-Aktion bereits im Laufe dieses Sommers eine „ganz andere Flora und Fauna“ als in dem bisher kultivierten Waldstück zu entdecken sein.
Neben dem erhöhten Lichteinfall war auch ein weiterer Punkt für die Fällung der Fichten ausschlaggebend: in dem sehr feuchten Boden rund um das ECHTWALD - Feuchtgebiet haben es Fichten schwer. Nicht gemacht für eine derart feuchte Umgebung waren Sturmschäden die Folge. Bereits bei weniger starken Stürmen kamen die an die 30 m hohen Fichten arg ins Schwanken.
In den nächsten Wochen sollen daher 50 Schwarzerlen (Alnus glutinosa) gepflanzt werden, die gemäß Stehle „einen typischen Bachlaufwuchs“ darstellen. Da sich ihr Holz rot verfärbt, nennt man die Schwarzerle in Deutschland auch gerne Roterle. Bei dieser handelt es sich jedoch eigentlich um eine andere Art und zwar um die Alnus rubinosa. Die Schwarzerlen sollen um die ebenfalls eingerichteten zwei Staustufen des Feuchtgebiets angesiedelt werden.
In welche Richtung sich jene Umbaumaßnahmen im ECHTWALD entwickeln werden, zeigt sich, so Stehle, vermutlich erst in einem Zeitraum von 50 Jahren.
Bis dahin freuen wir uns erst einmal auf den Sommer und sind gespannt auf die vielen Veränderungen in Flora und Fauna im und um das ECHTWALD – Feuchtbiotop.

Geschrieben am 25. April 2014