Olafur Eliasson

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Kunst. Design. Solidarität. Social Business. Dieses Projekt des Künstlers Olafur Eliasson bringt im Wortsinn Licht in die Dunkelheit und baut ein soziales Geschäftsmodell auf. 1,6 Milliarden Menschen haben vor allem in Afrika, Asien und Lateinamerika keinen Zugang zum Stromnetz. Little Sun soll helfen. Käufe im Norden finanzieren Licht im Süden: Die Solarbetriebene Lampe ist Kunst und „social business“-Projekt zugleich. Kinder lernen in Regionen ohne Stromnetz nach Anbruch der Dunkelheit unter dem Licht von Kerosinlampen Lesen und Schreiben. Deren Dämpfe sind ungesund, der Kauf des Kerosins belastet die Haushaltskassen. „Little Sun“ setzt hier an: Die kleine tragbare LED-Lampe hat eine Solarzelle auf der Rückseite die in der Lage ist, aus 5 Sonnenstunden 5 Stunden Licht umzuwandeln. „Little Sun“ ist aber nicht nur ein „social-business“-Projekt. Es geht bei „Little Sun“ nicht um Wohltätigkeit, sondern um faire Geschäfte. In den reicheren Gegenden der Welt kostet „Little Sun“ 20 Euro. Dort, wo die Menschen „Little Sun“ tatsächlich brauchen, kostet sie nur die Hälfte. Immer noch viel Geld – aber schnell amortisiert, denkt man sich die Kosten für das Kerosin der Lampen im Vergleich zur kostenlosen Sonnenenergie. Und „Little Sun“ ist auch Kunst. Ihre Schöpfer sind der Künstler Olafur Eliasson und der Ingenieur Frederik Ottesen.

Geschrieben am 08. Februar 2013